Montessori-Pädagogik
Maria-Montessori-Schule Ilshofen
Gartenstraße 25
74532 Ilshofen

Telefon: (0 79 04) 97 12 30
Telefax: (0 79 04) 97 12 90
E-Mail:   

Montessori-Pädagogik/Entwicklungsgemäß

Uns ist wichtig, dass die Schüler…

Entwicklungsgemäß lernen - Unterschiede als Chancen nutzen

Maria Montessori ging genauso, wie es heutige Neurophysiologen tun, davon aus, dass es bestimmte Dinge gibt, die Kinder nur zu einer bestimmten Zeit ihres Lebens leicht erlernen können. Sie nannte diese Zeiten „sensible Perioden“. Wissenschaftler heute sprechen von „Zeitfenstern“. Diese Zeitfenster umfassen in vielen Bereichen einen Zeitraum von etwa drei Jahren. Dieses ist einer der Gründe für die Jahrgangsmischung der Schüler in der Montessoripädagogik. Immer drei Schülerjahrgänge werden an unserer Schule gemeinsam in einer Klasse unterrichtet:
In der Unterstufe die Klassen 1-3 gemeinsam als U1 und U2.
In der Mittelstufe die Klassen 4-6 gemeinsam in der M1 und M2.
In der Oberstufe die Klassen 7-9 gemeinsam in der O1, O2, O3 und O4.
Die Jahrgangsmischung ermöglicht außerdem ein entwicklungsgemäßes soziales Lernen: In jeder Stufe ist jede/r Schüler/in einmal „der Kleine, „der Mittlere“ und dann „der Große“. Die Kinder können voneinander lernen und sich aneinander orientieren. Am Schuljahresende wechselt nur ein kleiner Teil der Schüler/innen die Klasse eine größere Kinder- bzw. Jugendlichengruppe verbleibt. Dadurch können die neuen Schüler/innen schnell in die Regeln der bestehenden Klasse hineinwachsen.
Auch bei Kindern desselben Jahrganges zeigt sich eine Vielfalt an Lernvermögen, Lernfähigkeit, Lernrhythmus und sozialen Kompetenzen. Dieser Unterschiedlichkeit kann durch den individualisierten und differenzierten Unterricht im Rahmen der freien Arbeit besonders gut Rechnung getragen werden. Aber auch für die anderen Unterrichtsformen unserer Schule gelten diese Prinzipien.
Indem die Kinder in der freien Arbeit die Möglichkeit erhalten die Lerninhalte und das Lerntempo selbst zu bestimmen, können sie die Kraft der sensiblen Phasen gut nutzen. Allerdings beobachten wir bei vielen unserer Schüler eine Verschiebung der sensiblen Phasen: Einige Kinder sind im Rechnen bereits in einer anderen Phase als im Schreiben und oft ist die sozial-emotionale Entwicklung bereits deutlich weiter manchmal aber auch deutlich verzögert zur intellektuellen Entwicklung ausgeprägt. Deshalb können die von Montessori aufgestellten Entwicklungsphasen nicht 1:1 auf unsere Schule übertragen werden. Man wird deshalb in der Unterstufe viele Elemente des Montessori-Kinderhauses finden sowie in der Oberstufe viele Materialien der Elementarstufe benötigen.
Da die Schüler in der Freiarbeit individualisiert lernen und aus strukturierten differenzierenden Angeboten auswählen können, ist eine gute Dokumentation der Lernergebnisse wichtig.
Jede/r Lehrer/in unserer Schule notiert täglich das Arbeitspensum jedes/r Schüler/in. Am Ende des Schuljahres werden diese Protokolle in ein für unsere Schule erstelltes Arbeitsbuch übertragen. Hierin sind sowohl die Inhalte der Montessoripädagogik als auch die des Bildungsplanes aufeinander aufbauend dargestellt. Jede/r Schüler/in erhält so ein sich fortschreibendes Entwicklungsprofil. Weil wir eine staatliche Förderschule sind, bekommen unsere Schüler ab der 3. Klasse zwei Mal im Jahr Notenzeugnisse. Die Zeugnisse der Klassen 1 und 2 werden entsprechend denen der Grundschule erstellt.
Eine Antwort auf die Entwicklungsbedürfnisse einiger unserer Schüler stellen die zum Schuljahr 2008/2009 neu geschaffene integrative Außenklasse O4 und seit dem Schuljahr 2011/12 die neu geschaffene M3 dar.

„Der Weg, auf dem die Schwachen sich stärken, ist derselbe wie der auf dem die Starken sich vervollkommnen.“
(Maria Montessori)